Christoph Hess – Ein Leben für den Reitsport
Christoph Hess ist ein Pferdemensch durch und durch. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung als internationaler Richter in der Dressur und in der Vielseitigkeit hat er auf den "großen Bühnen der Welt" agiert. Heute fungiert er als nationaler Richter in der Dressur bis zum Grand Prix und teilt uns sein Wissen als Trainer und Moderator in Lehrgängen, bei Seminaren und bei vielen anderen Veranstaltungen mit. Seine Lebensaufgabe besteht darin, die deutsche Reitlehre weltweit zu verbreiten. Er blickt zurück auf jahrzahntelange Erfahrungen zurück, geprägt von seiner tiefen Liebe zu Pferden und ihren Menschen.
Sein Werdegang reflektiert nicht nur seine fachliche Expertise sondern auch sein Engagement für die Förderung von Reitern und Pferden.
Wie alles begann…
1950 in Delmenhorst geboren, entdeckte Christoph Hess bereits in seiner Kindheit seine Liebe zu Pferden. Mit acht Jahren kam er in Cuxhaven erstmals in Kontakt mit diesen und erinnert sich, dass "das erste Mal auf einem Pferd zu sitzen, eingeschlagen hat wie ein Blitz". Seit diesem Tag waren Pferde nicht mehr aus seinem Leben wegzudenken. "Ich lebe das, was ich tue, 24 Stunden am Tag." Besonders die Dressur und die Vielseitigkeit faszinierten Christoph Hess.
Im Göttinger Universitäts-Reitstall ritt er bei Werner Stemmwedel und während seiner Zeit im Gymnasium in Gehrden bei Hannover hatte er im Reitverein Vörie einen kleinen Ausbildungsstall. Die Zeit im dortigen Reitverein war für ihn pägend. Christoph Hess nahm an regionalen und überregionalen Turnieren teil und absolvierte zahlreiche Lehrgänge in der Landesreit- und Fahrschule in Hoya/Weser und an der Deutschen Reitschule im Nordrhein-Westfälischen Landgestüt in Warendorf.
Seinen Grundwehrdienst leistet Christoph Hess an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf ab. Es folgte ein Lehramtsstudium in Hannover und Göttingen. An der Universität in Oldenburg erlangte er den Abschluss eines "Diplom Pädagoge mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung". Während der Studienzeit legte er die Reitwartprüfung (heute Trainer C Reiten, Leistungssport) in Hoya und später die Amateurreitlehrerprüfung (heute Trainer A Reiten - Leistungssport) ab. In dieser Zeit wurde er Deutscher Hochschulmeister Springen und nahm an zahlreichen Studententurnieren national und international teil. Er war Bereiter bei verschiedenen Auktionen und im Dressurstall von Carl Graf Hardenberg, Sen. in Nörten-Hardenberg. Zusätzlich ritt er eine längere Zeit in Delmenhorst professionell bei dem damals erfolgreichsten deutschen Vielseitigkeitsreiter und ehemligem Bundestrainer, Horst Karsten, was für Christoph Hess eine für sein Leben nachhaltig beeinflussende Zeit war. Ein weiterer Wegbegleiter und väterlicher Freund war Eberhard Meyer-Everloh, der Christoph Hess im Reitverein Vörie unterstützte und förderte.
Für die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) war er von 1978 bis 2016 tätig. Davon über 30 Jahre verantwortlich für die Abteilung Ausbildung. Er leitete das DOKR - Bundesleistungszentrum fast 20 Jahre lang und war über 20 Jahre für den Bereich der Persönlichen Mitglieder der FN verantwortlich. Nach Beginn seiner beruflichen Tätigkeit in Warendorf stellte er sich der Berufsreitlehrerprüfung (FN) - heute Pferdewirtschaftsprüfung Schwerpunkt: klassische Reitausbildung. Zudem absolvierte er diverse nationale und internationale Turnierrichterprüfungen bis zu den höchsten Klassen in der Dressur und Vielseitigkeit. Seit seiner Pensionierung im Jahr 2016 ist Christoph Hess als FN-Ausbildungsbotschafter aktiv gewesen. Diesen Titel legte er zum 31.12.2025 nieder. Er leitet Seminare für die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und andere Organisationen und ist darüber hinaus in Europa und Übersee mit seiner Philosophie in Sachen Ausbildung und Training unterwegs.
Die Bühnen der Welt
Mehr als 30 Jahre lang war Christoph Hess internationaler Richter in Dressur und Vielseitigkeit. Er richtete Olympische Spiele, Welt-, Europa- und Deutsche-Meisterschaften, saß in Aachen und bei der WM der jungen Dressurpferde am Richtertisch und war in Europa, Australien, Nord- und Südamerika als Richter unterwegs.
Heute ist er noch immer gelegentlich als nationaler Grand Prix Richter im In- und Ausland tätig.
2024 begleitete er das französische Vielseitigkeitsteam als Dressurtrainer zu den Olympischen Spielen in Paris. 2025 und 2026 trainiert er zudem die Amerikanischen Kaderreiter.
Über all die Jahre faszinierte Christoph Hess besonders die Ausbildung der jungen Pferde. Seit dem Pilotprojekt 1989 beim Bundeschampionat in Mannheim mit Live-Kommentierung der Dressurpferdeprüfungen war er Vorreiter bei kommentierten Prüfungsformaten, wie sie bei der Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde, beim Bundeschampionat und weiteren Veranstaltungen seit vielen Jahren etabliert sind.
Sein Engagement für die deutsche Reitlehre und die Förderung von Pferd-Reiter-Teams zeichnen ihn aus. 2019 wurde er für sein jahrelanges Engagement im Pferdesport mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold der FN ausgezeichnet.
Christoph Hess' Lebenswerk ist ein inspirierendes Beispiel für Hingabe und Leidenschaft im Reitsport.
Christoph Hess privat
Bereits seit über 45 Jahren ist Christoph Hess mit seiner Frau Ilse (geb. Diebig) verheiratet. Sie lernten sich in der Studienzeit kennen. Ilse Hess war Grundschullehrerin. Zusätzlich absolvierte sie den Trainer C Reiten und qualifizierte sich für den Sportförderunterricht (eine staatliche Prüfung). Dadurch konnte das Reiten als Schulsport zum festen Bestandteil im Stundenplan der Bodelschwinghschule in Warendorf werden.
Gemeinsam haben Ilse und Christoph Hess zwei Söhne und eine Tochter. Alle drei Kinder sind ebenfalls seit ihrer frühsten Kindheit mit dem Pferdevirus infiziert und hauptberuflich in der Pferdebranche tätig.
Ihr ältester Sohn, Philipp Hess, hat den Betrieb seines Großvaters Ulrich Diebig, den Hof Bettenrode, übernommen. Philipp Hess ist Träger des Deutschen Reitabzeichens Klasse 1 in Gold, ist Pferdewirtschaftsmeister mit den Teilbereichen Klassische Reitausbildung und Zucht & Haltung sowie Diplomtrainer Reiten.
Der Hof Bettenrode liegt im Landkreis Göttingen. Philipp Hess und sein Team bilden dort vor allem junge Dressurpferde aus und verkaufen diese. Philipp Hess selbst reitet bis zur schweren Klasse. Außerdem gibt es auf dem Hof eine Reitschule und eine Pferdepension. Einmal im Jahr veranstaltet der Reitverein Hof Bettenrode e.V. ein erstklassiges Dressurturnier, die Bettenröder Dressurtage.
Mehr zum Hof Bettenrode erfahrt Ihr hier: https://www.hofbettenrode.com/
Christian Hess ist ebenfalls Träger des Deutschen Reitabzeichens Klasse 1 in Gold und Pferdewirtschaftsmeister Reiten. Als erfolgreicher Springreiter, Ausbilder und Trainer arbeitet er mit dem Anspruch, Reiter und Pferde nachhaltig an die Spitze zu führen. Gemeinsam mit seiner Frau Nina Hess ist er auf dem Christian Hess Equestrian Center in Heidmühlen bei Hamburg stationiert. Er bildet Reiter gezielt bis hin zu internationalen Championaten aus, wobei er sportliche Erfahrung mit individueller Förderung und präziser Ausbildungsarbeit verbindet. Sein Berittportfolio umfasst talentierte Nachwuchspferde ebenso wie erfahrene Grand-Prix-Pferde. Langjährige Kooperationen mit renommierten Züchtern, Besitzern und Kunden bilden die Basis seiner Arbeit und des professionellen Verkaufs sorgfältig ausgebildeter Sportpferde. Schaut vorbei: www.hess-showjumping.com
Friederike Chartier-Hess ist im Stall der renommierten und international erfolgreichen Dressurreiterin Helen Langehanenberg tätig, wo sie ihre fachliche Kompetenz und ihre große Leidenschaft für den Pferdesport täglich einbringt. Als Absolventin des Studiengangs Master of Arts in Advanced Management sowie als geprüfte Pferdewirtschaftsmeisterin für klassische Reitausbildung verbindet sie fundiertes Managementwissen mit hoher reiterlicher Expertise.
Sportlich ist Friederike selbst bis zur Klasse Grand Prix (3*) erfolgreich – mit einer selbst ausgebildeten Stute, was ihre pferdegerechte und nachhaltige Ausbildungsphilosophie eindrucksvoll unterstreicht.
Seit dem 1. Januar 2026 ist Friederike halbtags selbstständig auf der Reitanlage von Arnhild Lückmann in Appelhülsen tätig. Dort hat sie eine eigene, kleine Stallgasse gepachtet, in der sie sich mit großer Sorgfalt und viel Feingefühl der Ausbildung junger Pferde widmet. Ziel ist es, diese individuell zu fördern und sie behutsam an den Turniersport heranzuführen.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt zudem in der Weitergabe ihres Wissens an ambitionierte Reiterinnen und Reiter sowie im Pferdeverkauf. Dabei steht für Friederike stets das Wohl des Pferdes im Mittelpunkt – ihr Anspruch ist es, mit Erfahrung, Ehrlichkeit und einem geschulten Blick das ideale Zusammenspiel zwischen Pferd und Reiter zu finden und langfristige Partnerschaften zu ermöglichen.
Seit 2023 ist Friederike mit dem französischen Springreiter Yann Chartier verheiratet.